Thesen zur Ästhetik: Der Goldene Schnitt
Der Goldene Schnitt (450 v.Chr. von Hippasos von Metapont entdeckt) wird auch stetige Teilung oder proportio divina genannt. Er zeigt sich in unzähligen Werken der Kunst und Architektur. Seine Anwendung ist in der Literatur meist nicht belegt, er wurde also in vielen Werken unbewusst oder zumindest nicht erklärtermassen angewendet, was darauf hindeutet, dass innere Entsprechungen oder Archetypen wirksam waren.
Er teilt den menschlichen Körper beim Bauchnabel und wirkt in der Natur bei der Anordnung von Blättern und in Blütenständen mancher Pflanzen mit erstaunlicher Genauigkeit. Interessant ist auch sein enger Bezug zu den Fibonacci-Zahlen
Le Corbusier hat daraus ein Mass-System für seine Architektur entwickelt, den Modulor. Bauen für Menschen, nach dem Mass des Menschen.
Das Wiederfinden dessen, was der Mensch in die Dinge gesteckt hat, heisst sich Wissenschaft.
Friedrich Nietzsche
aktualisiert 3-10-2011

